Deutschland hat den Spielerschutz seit dem Glücksspielstaatsvertrag von 2021 deutlich strenger geregelt als die meisten Nachbarländer. Für dich als Spieler bedeutet das eine Reihe fester Vorgaben, die nicht verhandelbar sind. Auf dieser Seite erklären wir, welche das sind und was wir darüber hinaus anbieten.
Was der Gesetzgeber vorschreibt
Ein Teil der Schutzmechanismen greift automatisch, ohne dass du etwas einstellen musst. Sie gelten anbieterübergreifend und werden zentral überwacht, weshalb sie sich auch nicht durch einen Kontowechsel umgehen lassen.
Diese Regeln sind gesetzlich verankert:
- ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von 1.000 Euro im Monat;
- eine Pause von fünf Sekunden zwischen zwei Automatenrunden;
- das Sperrsystem OASIS, das bundesweit alle lizenzierten Anbieter erfasst;
- die Aktivitätsdatei LUGAS, die paralleles Spielen bei mehreren Anbietern unterbindet.
Wer sein Monatslimit anheben möchte, muss dafür eine Bonitätsprüfung durchlaufen, und selbst dann bleibt bei 10.000 Euro Schluss. Diese Hürden wirken auf den ersten Blick sperrig, verhindern aber genau jene Kettenreaktionen, die aus einem Hobby ein Problem machen.
Was du zusätzlich selbst einstellen kannst
Über die gesetzlichen Vorgaben hinaus findest du im Konto weitere Werkzeuge, die schärfer greifen als das Gesetz verlangt. Sie lassen sich in wenigen Sekunden aktivieren und wirken sofort.
- eigene Tages- und Wochenlimits unterhalb der gesetzlichen Grenze;
- Verlust- und Einsatzgrenzen für einzelne Sitzungen;
- eine Auszeit zwischen 24 Stunden und drei Monaten;
- die dauerhafte Selbstsperre mit Eintrag in OASIS.
Verschärfungen greifen unmittelbar, Lockerungen erst nach sieben Tagen Wartezeit. Diese Verzögerung ist Absicht: Sie nimmt Entscheidungen im Affekt den Wind aus den Segeln, und in der Praxis erledigen sich die meisten spontanen Lockerungswünsche in dieser Woche von selbst.
Wo es Beratung gibt
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung berät kostenfrei und anonym unter 0800 1 37 27 00, ergänzt durch das Onlineangebot check-dein-spiel.de. Daneben unterhalten die Bundesländer eigene Fachstellen für Glücksspielsucht, die auch Angehörige beraten.
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